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Op Art Dress

Op Art Dress

Op Art (optical art) ist eine Kunstrichtung, die mit der Wahrnehmung des Betrachters spielt. Durch reduzierte geometrische Formensprache und Farbabstufungen werden Räumlichkeit und Flimmereffekte imitiert. Grundlage hierfür sind lineare Strukturraster. Mitte der 50er Jahre traten diese optischen Elemente zuerst in der Malerei auf. Ein zweidimensionales Bild konnte dadurch je nach Position des Betrachters entweder in der Tiefe zurücktreten oder greifbar nah werden. Sinnestäuschungen entstanden durch die Imitation von Licht, Luft, Bewegung und Raum. Zurückzuführen ist diese Stilrichtung auf experimentelle Traditionen des Bauhaus und des russischen Konstruktivismus. Die Op Art gewann schnell an Bekanntheit und so fand die erste bedeutende Ausstellung „The Responsive Eye“ 1965 in New York statt, welche Werke von Bridget Riley und Victor Vasarely zeigte. Etwa zur selben Zeit verbreitete sich der Mod Style aus London auf der anderen Seite des Atlantiks. Plötzlich waren die graphischen Op Art Muster auch in der Mode, Architektur und im Design. Die illusorischen Prints wurden nun auch auf dem Körper getragen und es entstand das Op Art Kleid: Klare Linien und Formen, grafische Muster, Ornamente und Drapierungen sorgten für eine starke visuelle Wirkung. Die monochromen geometrischen op Art Drucke ergänzten die kühnen Formen des Mod Looks perfekt, was Williams Kleins Film „Qui etes -vous Polly Maggoo?“ (1966) zum Besten gibt. Bridget Riley und Victor Vasarely hatten jedoch unterschiedliche Meinungen, was die Kommerzialisierung ihrer Arbeit betraf. Während Vasarely seine Kunst gern für jeden zugänglich machen wollte und sogar mit Textilfirmen zusammenarbeitete, sah Riley in der Verwendung ihrer Originalwerke eine Verletzung ihrer Urheberrechte. Als Riley 1965 einmal auf dem Weg vom Flughafen zum Museum of Modern Art in New York an der Madison Avenue vorbeifuhr, sah sie im Schaufenster eines Ladens ein Kleid, das ihre Op Art Malerei aufgedruckt hatte. Sie missbilligte die Art und Weise wie ihre Kunst in der Textilindustrie „vulgarisiert“ wurde und machte ihr Ärgernis über die Kommerzialisierung eines ihrer Kunstwerke öffentlich. Sie strengte einen Prozess gegen die Hersteller des Kleides an um ihre Urheberrechte zu sichern. Jedoch ohne Erfolg. Stattdessen gab es die typisch schwarz weißen Op Art Motive schon bald in Form eines Paper-Dress (Einwegpapierkleid) für nur einen Dollar zu kaufen. Der Gründer der Scott Paper Company meinte hierzu: „Tragen Sie es jederzeit ... überall . Es wird nicht ewig halten ... aber wen interessiert das? Tragen Sie es zum Spaß!"          Text: Patti Coat

 

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