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Mondrian Kleid

Mondrian Kleid

Yves Saint Laurent (1936 – 2008) verkörperte die französische Haut Couture und gilt zugleich als Revolutionär in der Modewelt. Da er die Kunst liebte und sich zeitlebens mit der Malerei aus verschiedenen Epochen auseinandersetzte,  wurde die Kunst auch zur Inspiration für seine Kollektionen. 1965 entstand das Mondrian-Kleid, welches seinen Namen dem niederländischen Maler Piet Mondrian verdankt. Mondrian gilt als Pionier der abstrakten Kunst und war Mitbegründer der De Stijl Gruppe, einer Kunstbewegung, die Malerei, Architektur und Design in Europa stark beeinflusste: Eine neue geometrisch-abstrakte und „asketische“ Darstellungsform und entsteht. Mondrian benannte seine eigene Stilrichtung Neoplastizismus. Bezeichnend für diesen Stil sind geometrische Rasterkompositionen, der Verzicht auf unnötige Formen und Farben und strenge Farbenkombination aus den Primärfarben Rot, Gelb und Blau, sowie Schwarz, Weiß und Grau. Durch die Unterteilung der Grundfarben mit vertikalen Linien entsteht ein ausgewogenes reduziertes Gesamtbild. Diese neue Form- und Farbensprache setzte Yves Saint Laurent in seinen Mondrian Kleidern um und brach so mit der traditionellen Haute Couture. Vorherrschend ist, wie auch schon bei Mondrian, die Farbe Weiß: Sie verkörpert die Gegenstandslosigkeit und die unendliche Vielfalt an Möglichkeiten. Die knielangen und ärmellosen Etui-Kleider haben den Stil eines robe sac (Sackkleid) und betonen den weiblichen Körper bewusst nicht. Der Körper soll vielmehr als Gerüst für das Kleid dienen, sodass der Dialog zwischen Kunst und Mode am besten seinen Ausdruck finden kann. Yves Saint Laurents Lebensgefährte Pierre Bergé beschrieb diesen Effekt einmal so: „Nicht eine Naht, kein Zuschnitt, kein Abnäher für die Brust - nichts was hilft, dass das Kleid gut sitzt. Das Kleid schmiegt sich an die Hüften, an die Brust und sehen sie sich die Frauen in den Kleidern an, es sitzt perfekt. Drei Löcher für die Arme und den Kopf, das ist alles (...)“.  Die Mondrian-Linie wurde zum internationalen Erfolg;  1965 schaffte es das Mondrian-Kleid auf die Titelseite der ELLE, es folgten Harpers`s Bazar und Vouge.  Yves Saint Laurents  Kreationen  sollten aber auch für diejenigen erschwinglich werden, die sich keine Haute Couture leisten konnten.  1966 eröffnete er daraufhin die ersten YSL Rive Gauche-Boutiquen mit  Prêt-à-porter-Modellen.  Auf seiner letzten Modenschau 2002 wurde das Mondiran Kleid noch einmal als ein Höhepunkt seines Schaffens vorgeführt. Das Mondrian Kleid ist ein Paradebeispiel für die Interdepedenz zwischen Kunst und Mode. grünten mode's schwarz-weißer Entwurf ist als Hommage an das Mondrian Kleid zu verstehen.    Text: Patti Coat

 

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